Lexikon der Architektur von A bis Z

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z


Abnahme:
Die Abnahme ist in der (Landes)Bauordnung vorgesehen. Der Bauherr bestätigt damit, dass alle vertraglich vereinbarten Leistungen erbracht wurden. Mehr Informationen: Lexikon

Architektenvertrag:
Beim Architektenvertrag handelt es sich um eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen dem Bauherrn und dem Architekt. Mehr Informationen: Lexikon

Ausschreibung:
Ein durch VOB (siehe V) vorgeschriebenes Verfahren zur Einholung von Angeboten für ein Bauprojekt. Mehr Informationen: Lexikon

Attika:
Eine Attika ist eine niedrige Wand über dem Haupt-Gesims eines Gebäudes, mit der das Dach verdeckt werden soll. Mehr Informationen: Lexikon

Baugenehmigung:
Eine Baugenehmigung wird von der Bauaufsichtsbehörde erteilt, wenn dem Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen. Zur Beurteilung durch die Behörde müssen vollständige Unterlagen des Projektes einschl. technischer Nachweise (Statik, Wärmeschutz, Brandschutz) vom Architekten eingereicht werden. Mehr Informationen: Lexikon

Bauordnung:
Die Bauordnung (BauO) oder Landesbauordnung (LBO) wird von den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In ihr werden alle Anforderung bezüglich des Grundstücks und dessen Bebauung geregelt. Mehr Informationen: Lexikon

Baugesetzbuch:
Das Baugesetzbuch (BauGB) ist ein Bundesgesetz, welches das gesamte Baurecht für Stadtbereiche regelt. Hierzu gehört insbesondere die Erstellung und Durchführung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen und alle damit verbundene Verfahrensfragen, die Bauleitplanung, die Bodenordnung, die Enteignung, die Erschließung, die Ermittlung von Grundstückswerten sowie die städtebauliche Sanierung und Entwicklung. Mehr Informationen: Lexikon

Bebauungsplan (B-Plan):
Der Bebauungsplan ist ein verbindlicher Bauleitplan. Er wird aus dem Flächennutzungsplan entwickelt und erläutert die Art und das Maß der Bebauung auf dem entsprechenden Grundstück. Mehr Informationen: Lexikon

Brandschutz:
In der Brandschutzverordnung werden alle Anforderungen und Vorschriften zusammengefasst, die das Ausbrechen und Ausdehnen von Bränden in Gebäuden verhindern sollen sowie im Ernstfall eine schnelle Rettung von Personen und Löschen des Brandes gewährleisten. Mehr Informationen: Lexikon

Bruttogrundfläche:
Die Bruttogrundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrißebenen eines Bauwerks. Weitere Informationen: Lexikon

Bruttorauminhalt (BRI):
Der Bruttorauminhalt wird von den äußeren Begrenzungsflächen, der konstruktiven Bauwerkssohle, der Außenwände sowie der Dächer umschlossen.

CAAD:
Die moderne Planung wird, nach ersten Entwurfsskizzen, mit dem computergestützten Programm „Computer Aided Architectural Design“ (CAAD) durchgeführt. 

DIN:
Ist die Abkürzung für „Deutsches Institut für Normung“. Es hat sich zur Aufgabe gemacht Normen unter anderem bezüglich dem Stand der Technik, der Sicherheit, der Qualitätssicherung und dem Umweltschutz zu entwickeln. Mehr Informationen: Lexikon

Europäische Norm (EN):
Ziel der Europäischen Normung ist die Harmonisierung der Nationalen Normen im Baugewerbe in den Mitgliedsländern. Weitere Information: Deutsches Institut für Normung

ENEV
Ist die Abkürzung für Energieeinsparverordnung. Zusammen mit anderen gesetzlichen Regelungen schreibt sie den Niedrigenergiehausstandard für neue Gebäude verbindlich vor und gilt sowohl für Gebäude mit normalen Innentemperaturen (insbesondere Wohngebäude) als auch für Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen (z.B. bestimmte Verkaufsstätten). Mehr Informationen: Lexikon 

Flächennutzungsplan:
Ist ein Bauleitplan für die jeweilige Gemeinde, der die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung und die Bodennutzung gemäß den voraussehbaren Bedürfnissen in den Grundzügen darstellt. Mehr Informationen: Lexikon

GFZ
Ist die Abkürzung für Geschossflächenzahl. Diese beschreibt das Verhältnis zwischen gebauter Kubatur und Grundstücksfläche.

GRZ
GRZ ist die Abkürzung für Grundflächenzahl.

Herstellungskosten:
Die Herstellungskosten sind die Summe aller Aufwendungen, die zur gebrauchsfähigen Errichtung eines Gebäudes aufgewandt werden. Dazu zählen Baukosten, Kosten für Außenanlagen, Honorare für Architekten und Fachingenieure ( Statik, Wärmeschutz, Brandschutz, Haustechnikplanung, Vermessung, Bodengutachten und Gebühren für Genehmigungen. Mehr Informationen: Lexikon

Haustechnik:
Unter der Bezeichnung Haustechnik oder Versorgungstechnik werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die in einem Gebäude notwendig sind, um es bewohnbar und sicher zu machen. Dazu gehören die Heizungs- und die Wassertechnik, die Wasser- und Luftversorgung, die Entsorgung von Abfällen und auch die Nachrichten- und die Sicherheitstechnik. Mehr Informationen: Haustechnik - Hausgarten.net

HOAI:
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure untergliedert sich in verschiedene Leistungsphasen (LP):

  • LP1 Grundlagenermittlung
    Ermitteln der Voraussetzungen zur Lösung der Bauaufgabe
  • LP2 Vorplanung
    Erarbeiten der wesentlichen Teile einer Lösung der Planungsaufgabe
  • LP3 Entwurfsplanung 
    Erarbeiten einer endgültigen Lösung der Planungsaufgabe
  • LP4 Genehmigungsplanung
    Erarbeiten und Einreichen der Vorlagen für die erforderlichen Genehmigungen oder Zustimmungen
  • LP5 Ausführungsplanung
    Erarbeiten und Darstellen der ausführungsreifen Planungslösung
  • LP6 Vorbereitung der Vergabe
    Ermitteln der Mengen und Aufstellen von Leistungsverzeichnissen
  • LP7 Mitwirkung bei der Vergabe
    Ermitteln der Kosten und Mitwirkung bei der Auftragsvergabe
  • LP8 Objektüberwachung
    Überwachung der Ausführung des Objekts
  • LP9 Objektbetreuung und Dokumentation
    Überwachung der Beseitigung von Mängeln und Dokumentation des Gesamtergebnisses

Katasteramt:
Das Katasteramt ist Teil der Baubehörde hat die Aufgabe, Gebäude, Grundstücke sowie landschaftliche Eigenheiten zu kartieren und zu beschreiben. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird ein Katasterkartenwerk (auch Flurwerk) erstellt. Dieses Kartenwerk wird als Kataster (auch Liegenschaftskataster oder Flurbuch) bezeichnet.  Das Katasteramt ist auch unter den Namen Vermessungsamt oder Amt für Geoinformationen bekannt.

KGF:
Ist die Abkürzung für Konstruktions-Grundflächen, welche nicht in die Mietfläche einfließen dürfen. Dazu zählen unter anderem Grundflächen für Wände oder Stützen, Außenwände oder technische Funktions- und Verkehrsflächen. Mehr Informationen: Lexikon 

Kostenguppen (KG):
Die DIN Norm DIN 276 regelt die Kostenermittlung im Bauwesen. Dabei werden zusammenhängende Kosten in Kostengruppen gegliedert. In der 1. Ebene der Kostengliederung werden die Gesamtkosten in folgende sieben Kostengruppen gegliedert:

  • 100 Grundstück
  • 200 Herrichten und Erschließen
  • 300 Bauwerk – Baukonstruktionen
  • 400 Bauwerk – technische Anlagen
  • 500 Außenanlagen
  • 600 Ausstattung und Kunstwerke
  • 700 Baunebenkosten 

Lichtmaß
Das Lichtmaß (Lichte, lichtes Maß) ist das Maß der nutzbaren inneren Abstände zwischen den Begrenzungen einer Öffnung oder eines Raumes. 

Massivbau:
Bauweise, bei der die Wände, Decken, Pfeiler und Träger aus Mauerwerk, Natur- oder Kunststein oder aus Beton oder Stahlbeton bestehen

Nettogrundfläche:
Die Bruttogrundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks abzüglich der Konstruktionsflächen. Sie gliedert sich in Nutzfläche, Technische Funktionsfläche und Verkehrsfläche.

Nichtständige Lasten:
Der Begriff aus der Statik beschreibt Schneelasten, Windlasten, Erddruck und Kräfte die durch starke Temperaturschwankungen Längenänderungen im Bauteil entstehen lassen. Mehr Informationen: Lexikon

Nutzfläche (NF):
Die Nutzfläche wurde nach der DIN 277 in sechs Hauptnutzflächen (HNF) und Nebennutzflächen (NNF) unterteilt. Die Hauptnutzflächen sind nach ihren Funktionen gegliedert:

  • Wohnen und Aufenthalt
  • Büroarbeit
  • Produktion, Hand und Maschinenarbeit, Experimente
  • Lagern, Verteilen und Verkaufen
  • Bildung, Unterricht und Kultur
  • Heilen und Pflegen

Nebennutzflächen sind Nutzungen wie Sanitärräume, Fahrzeugabstellflächen oder Schutzräume.

Ortgang
Der Ortgang ist der Abschluss der Dachkanten des geneigten Daches an der Giebelseite. Diese Begrenzungslinie schneidet sich mit keinen anderen Dachschrägen und wird auch häufig als Stirn des Hauses bezeichnet.

Passivhaus:
Das Passivhaus definiert sich, wie das Niedrigenergiehaus, über einen geringen Energieverbrauch. Merkmale eines Passivhauses sind ausgezeichneter Wärmeschutz, kein Heizsystem, dreifache Wärmeschutzverglasung sowie eine Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung. Mehr Informationen: Lexikon

Rigole:
Eine Rigole ist ein Entwässerungsgraben, in dem Regenwasser eingeleitet und abgeführt wird Mehr Informationen: Lexikon

Schallschutz:
Der Schallschutz umfasst alle Maßnahmen gegen die Schallentstehung und Schallübertragung, wie beispielsweise das Verstärken von dünnen Wänden und Decken. Schallschutz wird von Bauteilen mit einem hohen Raumgewicht, wie Kalksandstein, Beton oder Vollziegel, gewährleistet. Mehr Informationen: Lexikon

Tragwerksplanung (Statik):
Die Tragwerksplanung ist die rechnerisch ermittelte Standsicherheit von Gebäuden unter Berücksichtigung einer Lastenermittlung. Hierbei werden alle Kräfte erfasst, die die Bauteile eines künftigen Gebäudes belasten und dadurch zu Spannungen im Inneren des Werkstoffgefüges sowie zu Verformungen und zu Instabilitäten führen können. Mehr Informationen: Lexikon

Unterzug:
Ein Unterzug ist ein unter einer Decke angeordneter Träger, der die Lasten auf Stützen, Säulen, Ständer oder Querwände überträgt.

Verkehrsfläche (VF):
Verkehrsflächen sind Bereiche, welche die Erschließung von Räumen oder Gebäuden ermöglichen, z.B. Flure, Treppen, Eingangsbereiche oder Rolltreppen. Weitere Informationen: Lexikon

VOB
Die VOB ist die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, welche vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung festgelegt wird. Die VOB bildet den Rahmen für eine geordnete Bauvergabe und Bauabwicklung durch öffentliche Auftraggeber. Mehr Informationen: Lexikon

Wärmeschutzverordnung:
Die Wärmeschutzverordnung sieht einen Nachweis des baulichen Wärmeschutzes vor. Hierbei wird, neben der Wärmedämmung, der Heizenergiebedarf eines Gebäudes begutachtet. Mehr Informationen: Lexikon

Wohnfläche (WF):
Die Wohnfläche gibt Auskunft über die effektiv zum Wohnen nutzbare Fläche.

Zarge
Eine Zarge ist die umfassende Rahmenkonstruktion, in welche die Tür eingehängt wird.